Fairer Handel & Faire Chancen

Der Migrationsdruck bietet neben den Problemen auch echte Chancen für grundlegende Änderungen:

  • Deutschland wie auch die EU insgesamt darf nicht mehr die afrikanischen Küsten und Seen leerfischen, und wir dürfen auch nicht mit subventionierten Agrarprodukten die Menschen ärmerer Länder in Slums oder in die Emigration treiben. Deutschland muß dies endlich zu einem zentralen Bestandteil der EU-Handelspolitik machen – die Chancen hierzu sind durch den Druck der Flüchtlingsströme günstiger als je zuvor. Im Gegenzug lassen sich die Entwicklungsländer so zur Kooperation z.B. bei Migrationsfragen bewegen.
  • Deutschland muß die Initiative ergreifen und mit international tätigen Firmen Verabredungen über die Bezahlung fairer Löhne und Arbeitsbedingungen treffen. Auch die Macht etwa von Konzernen mit Saatgutmonopolen, die Bauern in das Elend treiben, ist zu regulieren; Sanktionen für deartiges Verhalten in Form von Sondersteuern könnten hier ggfls. eine Änderung initiieren. Auch könnten Näherinnen in Bangladesh mit einem für uns EU-Bürger winzigen Aufpreis auf ein T-Shirt von zb. 20cent ihr Einkommen erheblich steigern.
    • Ein Teil dieses Mehrgewinns sollte nach dem Beispiel und mittels der Expertise von Patenschaftsorganisationen wie Plan etc in den Ausbau von sozialen, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen gehen.
    • Auch innerhalb der EU sollte unser Land dazu beitragen, dass die (Jugend)Arbeitslosigkeit in Südeuropa in den Fokus von Arbeitsmaßnahmen gerät;
  • Faire Chancen bedeutet auch, dass wir auch die Richtlinien für Immigration nach Deutschland grundlegend ändern müssen. Faire Einwanderungschancen für diejenigen, die schon zu hause sich bilden: Wer von ausserhalb Europas zu uns kommen möchte, soll eine Chance bekommen, muss sein Potential aber vorab beweisen und ähnlich wie in einem US-Greencard-Verfahren eine Prüfungsmöglichkeit bekommen. Deutsche Institute oder Botschaften im Ausland können hier möglicherweise Ressourcen wie Bücher, Onlinekurse- und recherche bereit stellen.
    • Hintergrund: Deutschland hat schon jetzt zuviele nicht ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte-wenn wir nicht Neuankömmlinge in illegale Aktivitäten treiben wollen, muss die berufliche und sprachliche Qualifikation an vorderster Stelle stehen. Nur mit bestimmten Voraussetzungen wie Disziplinien und Lernbereitschaft kann die Integration überhaupt gelingen und unser Land wieder zu innovativen Spitzenleistungen bringen.
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